Intervallfasten - perfekt für jeden... oder doch nicht? 🤔

Updated: Feb 2




Das neue Jahr ist gerade einen knappen Monat alt und die Figur muss wieder schlanker werden. Das Internet ist voll von den wundersamen Erfolgen, die das Intervallfasten verspricht.

Was versteht man überhaupt unter dem Begriff Intervallfasten? Es beschreibt den Zeitabstand zwischen Nahrungsaufnahme und Nahrungskarrenz über mehrere Stunden. Der bekannteste Intervall beim Fasten ist der Rhytmus von 16:8 - 16 Stunden fasten und in den verbleibenden 8 Stunden nimmt man möglichst gesunde Nahrung zu sich.

Nein, nein... man ernährt sich in den 8 Stunden nicht ausschließlich von Pizza, Chips und Cola. Grober Fehler..😉


Warum fastet man in Intervallen?

An erster Stelle steht hier die Autophagie - auch Zellreinigung oder Zell-Mauser genannt. In der Zeit des Fastens hat unser Körper Zeit, die abgestorbenen, kranken und veränderten Zellen auszuscheiden. 

Das ist normalerweise eine super Sache und gerade bei Entzündungsprozessen kann das Fasten für unseren Stoffwechsel eine große Hilfe sein. Auch bei der Histamin Sensibilität oder Intoleranz und den Allergien, verschafft der zeitweise Verzicht auf Nahrung eine Linderung der Symptome .

ABER...... (DIE schon wieder mit ihrem AAABER)

Bei einer Autoimmunerkrankung, wie z.B. Hashimoto, bei der unser Stoffwechsel zu langsam funktioniert, kann ein übertriebenes Intervallfasten sogar schädlich sein. 

Warum?

Der Stoffwechsel wird in der Fastenzeit vermehrt mit Toxinen angeflutet. Bei einer Nebennieren Erschöpfung Grad 3 ist das Fasten unbedingt zu vermeiden. Mehr als 1 Fastentag in der Woche ist bei hormonellen Dysbalancen nicht ratsam, ein schwacher Körper kann nicht fasten. Wenn wir über 16 Stunden fasten, zieht der Stoffwechsel die Energie aus den Fettdepots. Im Fett stecken aber viele Gifte und Säuren. Schaffen es die zu langsam arbeitenden Ausleitungsorgane (Leber, Niere, Lymphe, Haut) nicht, die Gifte loszuwerden, kommt es zu einer Rückvergiftung. Schwindel, Übelkeit, starke Kopfschmerzen und Muskelschmerzen können hier plötzlich auftreten, weil die freigewordenen Toxine die Blut-Hirnschranke passieren und das System überfluten. Ist nicht wirklich so lustig! Bei einer starken Nebennieren Erschöpfung Grad 3 wird der Mensch vor allem durch das morgendliche Fasten noch schwächer, noch kraftloser. Der „Treibstoff“ Cortisol, der normalerweise nachts, im Schlaf gebildet wird und dem Stoffwechsel morgens zur Verfügung steht, fehlt komplett.  Die Leber ist zudem völlig überlastet und zu schwach, um aus dem Glukose Stoffwechsel Energie zur Verfügung zu stellen. Ein Patient, mit einer starken Nebennieren Erschöpfung, braucht daher morgens unbedingt Kohlehydrate, um überhaupt Energie zu bekommen! Das Fasten schädigt in diesem Fall ganz stark die Nebennieren! Aufpassen!! Ein „aus dem Tritt“ geratenes, vor allem weibliches Hormonsystem, kann bei zu vielen Fastenzeiten die Hormone nicht mehr ausreichend bilden. Es kommt zum starken Abfall des Hormonstoffwechsels. Hierbei sind vor allem die Schilddrüse, Hypophyse, Nebennieren und die Geschlechtsdrüsen betroffen. Haben sie schon einmal versucht, aus einem leeren Eimer eine Flüssigkeit auszuschütten? Geht nicht.. klar -  ist ja auch nichts drin! Genau so geht es ihrem Körper, wenn er geschwächt ist, man kann einen schwachen Körper nicht ausleiten! Kommen sie vor irgendwelchen Fastengedanken erst wieder in die Kraft. Also: wenn sie wirklich fit sind, steht dem Fasten nichts im Wege und man muss auch nicht zwingend die 16:8 Stunden einhalten. Es reichen auch 14:10 oder 12:12... und manchmal reicht es auch schon, auf die ständigen Zwischensnacks zu verzichten. 😉 Die „coachenden Gesundheits-Coaches, die alle und jeden coachen“ und damit eigentlich Krankheiten behandeln, die sie laut Gesetz nicht behandeln dürfen, denn sie haben weder die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikerzulassung) noch die ärztliche Approbation. Trotzdem „therapieren“ sie mit Ernährungs-Challenges, empfehlen Nahrungsergänzungs-und-Darmmittel an ihre Jünger und treiben damit viele in den gesundheitlichen Ruin. Sie verstehen ja die biochemischen Zusammenhänge im Stoffwechsel nicht! Machen keine Anamnese, kein Labor und wissen über die Befindlichkeiten selten richtig Bescheid. Aber sie therapieren! Rechtlich ist es einfach verboten! Punkt. Das stößt mir und auch meinen Kollegen schon lange sehr sauer auf und schadet, wie ja mittlerweile jeder mitbekommt, unserem Berufsstand ganz gewaltig.

Nein.. ich meine hier nicht die Ernährungsberater - die dürfen ihnen beim Stoffwechseloptimieren und Abnehmen helfend zur Seite stehen... und ein paar machen das auch recht gut - nicht viele, aber manche. Z.B. die ausgebildeten Diätologen und Ernährungswissenschaftler.

Bitte... informieren sie sich vorher umfassend über die medizinische Zulassung oder Ausbildung ihres „Coaches“, denn nur weil jemand sehr präsent im Internet mit Filmchen und viel Gerede sein „Können“ präsentiert, heißt es noch lange nicht, dass er es auch wirklich kann und vor allem: rechtlich DARF! Oder würden sie sich von einem unausgebildetem KFZ-Mechaniker ihre Autobremsen reparieren lassen? Bestimmt nicht.., Es geht hier um ihr Wichtigstes - ihre Gesundheit! Bitte bleiben sie achtsam!


In diesem Sinne.... ran, an die Pfunde 😉

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