Die Corona Krise als Chance - aus jeder Krise erwächst auch was Gutes, wir müssen es nur sehen!



Krisen gibt es schon, seit es die Menschheit gibt. Das ist nichts Neues. Hungersnot, Seuchen, Armut, Vertreibung sind unseren Großeltern mehr als bekannt. Auch meine Großeltern haben das alles noch mit erlebt. Gerade unsere Generation ist aber sehr verwöhnt, wir kennen keinen Hunger, (fast) keine Not, haben alle ein Dach über dem Kopf, sind weitgehendst gesund und wenn bei uns mal gesundheitlicher Notstand herrscht, dann werden wir gut versorgt. Das ALLES ist aber nicht selbstverständlich, auch wenn es uns so scheint.


Ich stelle rückblickend fest, dass bei dem ganzen Guten, was uns bisher wiederfahren ist, bei vielen die Wertschätzung, die Menschlichkeit und die Empathie für unser Gegenüber auf der Strecke geblieben ist. Was wäre, wenn uns genau diese Corona Krise aufzeigt, dass diese Entwicklung in der wir stecken, auf Dauer nicht gutgehen kann? Wir leben in einer "Ellenbogen-Gesellschaft", in der fast jeder nur noch an sich und sein eigenes Vorwärtskommen denkt. Immer höher, immer schneller immer weiter und wenn möglich, dann auf dem Rücken und auf Kosten der anderen. Was kümmert es mich, wie es dem anderen dabei geht?


Die Grenzen sind überall zu - man kommt nirgends wo mehr hin. So manch ein Europäer fühlt sich jetzt schon beschnitten und in seiner Freiheit eingeschränkt...

Ist das wirklich so? Wie mag es denn einem Menschen gehen, der sein Land verlassen muss, weil sein Leben und das seiner Familie in ständiger Gefahr ist? Ich höre sehr oft: diese sche... Flüchtlinge! Vielleicht bekommen jetzt genau die, welche diese hilfesuchenden Menschen so verurteilen eine andere Ansicht! Ich würde es mir wünschen, denn es kann jedem passieren!


Das öffentliche Leben liegt gerade lahm und mir tun alle Gastronomen, Hotelliers und Einzelhändler, deren Dienste nicht zwingend gebraucht wirklich von Herzen leid. So manchen wird diese Krise die Existenz kosten. Vielleicht denken jetzt aber auch die Vermieter um und kommen ihren Mietern mit den teilweise völlig überzogenen Pachten entgegen - weil sie sonst überhaupt kein Geld mehr bekommen! Die jahrzehnte lange Gier rächt sich auch hier irgendwann!


In den Lebensmittel Läden wird gehamstert, was das Zeug hält - dabei haben wir doch gar keine Not! Ich verstehe es nicht. Jeder hat auf einmal Angst, dass es nichts mehr zu Essen gibt. Vielleicht kann jetzt so mancher Zeitgenosse einmal nachfühlen - nur im Ansatz - was es heißt, wenn Menschen auf anderen Kontinenten Hunger leiden. Das schadet mal nichts! Wie behandelt denn so mancher die "kleine Verkäuferin", die das Regal auffüllt? Hey! Ohne diese Frau hätte der herablassende Knilch nichts in seinem Einkaufswagen, denn es stünde nichts mehr im Regal! Ich ziehe gerade meinen Hut, vor allen Dienstleistern in der Lebensmittelbranche, ihr macht alle einen tollen Job und ihr verdient alle einen Orden! Hier wäre mal etwas mehr Freundlichkeit und Wertschätzung von den Kunden angebracht.


Aber - es tut sich auch viel Gutes in dieser Krise. Wir werden in die Ruhe "gezwungen", das Leben auf der Überholspur ist momentan für alle vorbei. Miteinander-statt gegeneinander ist das neue Motto und es gefällt mir sehr gut! "Brauchst Du was, kann ich helfen?" höre ich sehr oft. Genau das ist es, was wir im Moment alle brauchen: Menschlichkeit, Gefühl und Hilfe. Wir besinnen uns wieder auf die Werte, die einen Menschen ausmachen - wenn auch nicht ganz freiwillig.

Schaut Euch mal das Bild oben an - das Neue erwacht und steht in voller Blüte.


So ein Erwachen und so eine Blüte der Erkenntnis wünsche ich uns allen, dass wir alle menschlich verändert und gestärkt aus dieser Corona Krise heraustreten.

Gebt auf einander acht und bleibt gesund!


Eure Claudia






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